Ägyptologie und Koptologie
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Vorträge des Collegium Aegyptium am Institut im WiSe 2023/24

16.10.2023 – 09.02.2024

ibis

Die Vorträge finden in Präsenz im Vortragsraum des Hauses der Kulturinstitute, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, 2. Stock, Raum 242 statt. Zusätzlich ist eine Live-Übertragung via Zoom geplant. Der Link für die Teilnahme geht den Vereinsmitgliedern jeweils einige Tage vor dem Vortrag per E-Mail zu.
Alle anderen Interessenten melden sich bitte zur Online-Teilnahme unter folgender Mail-Adresse an: collegium-aegyptium@aegyp.fak12.uni-muenchen.de

Donnerstag, 16. NOVEMBER 2023, 19:30 Uhr (!)

Herr Prof. Dr. Martin Stadler, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Bilder der Kontinuität in Zeiten des Wandels?
Zu einer problematischen Gruppe von Reliefs und ihren Pharaonendarstellungen

In Bologna, London und Wien werden sogenannte Säulenschranken aufbewahrt, die sehr häufig abgebildet werden, zu denen auch bereits eine reichhaltige Literatur vorhanden ist, die aber dennoch die zur Diskussion stehenden Objekte eher oberflächlich behandelt. Es drehte sich hier hauptsächlich um die Problematik des Realismus oder Naturalismus der auf ihnen dargestellten Pharaonen. Die fünf reliefierten Platten, die sich in Komposition und Größe stark ähneln, wurden gern in Zusammenhang zueinander gebracht, manchmal auch einzeln besprochen, aber bis zu Yoyottes grundlegendem Aufsatz nie systematisch geschlossen untersucht. Trotzdem bleiben viele Fragen offen, z. B.: Gehören diese fünf Wandblöcke überhaupt zusammen, wie das in der Literatur häufig angenommen wird, oder nicht? Sind es Säulenschranken oder nicht? Zu welcher Art Bauwerk oder Bauwerke könnten sie gehören, wenn es sich nicht um Säulenschranken handelt? Und wie sind die Stücke zu datieren?
Der Vortrag lädt zum Spekulieren über diese und andere Fragen ein.

Donnerstag, 30. NOVEMBER 2023, 19 Uhr

Frau Jalina Tschernig, M.A., Gustav-Lübcke-Museum Hamm

Fließende Welten – Facetten des Wassers im alten Ägypten und heute

Wasser ist die Grundlage allen Lebens, allgegenwärtig, eine begrenzte Ressource, in Massen auch zerstörerisch und für viele Menschen (k)eine Selbstverständlichkeit. Da der Mensch vom Wasser abhängig ist, spielt dieses Element kulturübergreifend in nahezu allen Bereichen des Lebens eine wesentliche Rolle. In Ägypten prägen Existenz und Absenz des Wassers das Landschaftsbild wie an kaum einem anderen Ort der Erde. Dieser Dualismus bestimmt die Lebenswelt der Ägypter:innen – damals wie heute. Mitte dieses Jahres präsentierte das Gustav-Lübcke-Museum Hamm eine Sonderausstellung zu diesem breitgefächerten Thema und verfolgte nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell ein nachhaltiges Konzept. Thematisch orientiert sich der Vortrag an den in der Ausstellung gesetzten Schwerpunkten und bietet einen Einblick in die nachhaltigen Arbeitsweisen des Museums.

Donnerstag, 14. DEZEMBER 2023, 19 Uhr

Herr Dr. Gunnar Sperveslage, Universität zu Köln

Mit Karl May durch Ägypten, Mesopotamien und Arabien

In seinen Reiseerzählungen hat Karl May seinen Protagonisten und Alter Ego Kara Ben Nemsi den Vorderen Orient durchreisen lassen, wobei er in Ägypten, in Mesopotamien und auf der Arabischen Halbinsel vielfach mit archäologischen Hinterlassenschaften in Kontakt gekommen ist. Karl May selbst hat den Orient erst viele Jahre nach der Abfassung seiner Romane besucht. In einem Streifzug durch das Werk betrachtet der Vortrag Karl Mays Beschreibungen antiker Stätten und deren Einbindung in die Romanhandlungen vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Forschungsstandes und verbindet sie mit einem Ausblick auf aktuelle Forschungen.

Donnerstag, 25. JANUAR 2024, 19 Uhr

Herr Dr. Hassan Aglan und Frau Patrizia Heindl, M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München

Das Alte Ägypten im heutigen Qurna

Das Leben auf der Westseite von Luxor bietet eine äußerst reiche Kulturlandschaft. Die ägyptischen Altertümer prägen das Landschaftsbild aber auch den Alltag der ortsansässigen Familien. Neben der Arbeit in der Tourismusbranche, auf den Ausgrabungen oder der täglichen Interaktion mit dem kulturellen Erbe, zeigt sich eine Nähe zum Alten Ägypten auch in manchen Bräuchen, die immer noch aufrechterhalten werden. Der Vortrag beleuchtet ein paar Beispiele aus der Außen- und der Innenperspektive des altägyptischen Erbes in Qurna und Luxor.

DONNERSTAG, 8. FEBRUAR 2024, 19 UHR

Frau Dr. Edith Bernhauer, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das Münchner Projekt zur ägyptischen Sammlung des Landesmuseums Kärnten in Klagenfurt

In dem Vortrag zur Klagenfurter Sammlung sollen neben dem Vorstellen der Sammlung verschiedene Einblicke in die Bearbeitung der Objekte gegeben werden, die seit mehreren Jahren am Münchner Institut durchgeführt wird. Die ägyptische Abteilung im Landesmuseum Kärten, dem Rudolfinum, in Klagenfurt ist neben jener im Kunsthistorischen Museum Wien und dem Universalmuseum Joanneum in Graz die drittgrößte Österreichs. Besonders hervorzuheben ist ein größerer Bestand von Objekten, welcher bereits relativ früh, nämlich 1858, Eingang in den damaligen Kärtner Geschichtsverein gefunden hat.

Weitere und aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Collegium Aegyptium sowie unserer Facebook-Seite.

Die Veranstaltungen werden speziell für die Mitglieder des Collegium Aegyptium angeboten. Nichtmitglieder können ebenfalls gerne teilnehmen. In diesem Fall würden wir uns über eine Spende in Höhe von 3,- bis 6,- Euro freuen.