
Gegenstand des Studiums der Ägyptologie und Koptologie ist die Kenntnis der Kultur des pharaonischen und christlichen Ägypten in allen ihren Facetten. Es umfasst die Zeitspanne vom Zusammenwachsen der verschiedenen neolithischen Kulturen des nördlichen Niltales im 4. Jt. v. Chr. bis zur christlich-koptischen Epoche. Mit der Zeit nach der arabischen Eroberung Ägyptens (640/41 n.Chr.) beschäftigt sich dagegen die Orientalistik und die Semitistik. Den geographischen Rahmen des Faches Ägyptologie bildet das Gebiet der heutigen Arabischen Republik Ägypten, sowie der nördliche Teil der Republik Sudan.
Die besondere Relevanz der Ägyptologie als wissenschaftliche Disziplin liegt in ihrer Bandbreite: Das gesamte Gesellschaftssystem einer der frühesten Hochkulturen der Menschheit wird über einen Zeitraum von mehr als vier Jahrtausenden verfolgt und allmählich aufgedeckt. Daraus ergeben sich gerade für unsere moderne Welt mit ihren immer komplexer werdenden interkulturellen Bezügen viele interessante Anknüpfungspunkte.
Hierzu vernetzt die Ägyptologie in zunehmendem Maße eine Vielzahl scheinbar divergierender Wissenschaftszweige von kultur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen zu einem optimalen Gesamtkonzept, z. B.:
Der Studiengang vermittelt geistes- und kulturwissenschaftliche Kompetenz; durch Schlüsselqualifikationen soll die Beschäftigungsfähigkeit auch außerhalb des Faches sichergestellt werden. Hierzu gehören z.B. Übungen zu Rhetorik, Didaktik, wissenschaftliches Schreiben und Fremdsprachenkompetenz sowie die Fähigkeit zum öffentlichen Vortrag. Berufliche Aussichten innerhalb des Fachs bietet der Bachelor-Abschluss kaum; sie sind auch bei höheren Abschlüssen (Master, Dr.phil.) begrenzt.