Ägyptologie und Koptologie
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Patrizia Heindl, M.A.

Lehrbeauftragte

Forschungsschwerpunkte

  • Altägyptische Kunst und materielle Kultur
  • Multimodale Artefaktanalyse
  • Perzeption, Rezeption und Agency
  • Statuen und monumentale Kultur der ägyptischen Spätzeit
  • Rezeption und Transformation altägyptischer Bildwelten

Dissertationsprojekt

Monthemhat und Padiamenope – die Statuenensembles zweier thebanischer Elitebeamter der Spätzeit

Die Dissertation untersucht die Statuenensembles der thebanischen Elitebeamten Monthemhat und Padiamenope als materielle Ausdrucksformen und aktive Bestandteile sozialer, religiöser und räumlicher Handlungskontexte. Im Zentrum steht die Frage, wie Statuen nicht nur als Repräsentationen, sondern als Artefakte menschlicher Praktiken und Vorstellungswelten verstanden werden können.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der multimodalen Artefaktanalyse. Untersucht wird das Zusammenspiel von Bild, Text, Materialität, räumlicher Positionierung, körperlicher Erfahrung und menschlichen Akteuren bei der Produktion, Wahrnehmung und Transformation von Bedeutung. Fragen nach Perzeption, Rezeption, Agency und religiöser Wirksamkeit bilden dabei zentrale analytische Perspektiven. Diese Fragestellungen werden unter anderem in dem Beitrag “The Question of the Beholder: Multimodality of Egyptian Statues” weitergeführt.
Die methodische Perspektive wird im gemeinsam mit Elisa Roßberger herausgegebenen Band Multimodal Artefact Analysis in Ancient Studies (forthcoming; Pathways to Multimodality 3, De Gruyter) systematisiert und auf unterschiedliche Artefaktgruppen erweitert.

Weitere Forschung

Ein weiterer Forschungsbereich betrifft die Rezeption und Transformation altägyptischer Bildwelten in späteren und zeitgenössischen Kontexten. Dazu gehören Arbeiten zur Ägyptenrezeption, kuratorische Projekte sowie die Frage, wie visuelle Formen in neuen sozialen und kulturellen Zusammenhängen reaktiviert und mit neuer Bedeutung versehen werden.